Devon on the Wharf

Devonport war schon immer einer meiner Lieblingsorte in Auckland. Als ich damals an der Auckland Universität studiert habe, und später dann in Downtown Auckland gearbeitet habe, war es für mich immer eine Art Erholung, die Fähre nach Devonport zu nehmen. All der Trubel und Stress der Stadt war plötzlich wie vom Wind weggeweht, sobald die Fähre den Hafen verlassen hatte. Nach einem kleinen Bummel durch die Galerien habe ich immer gerne eine kleine Pause im Stone Oven Café gemacht, denn dort gibt es hervorragende Muffins.

Als mein Mann und ich uns damals entschlossen hatten zu heiraten, war mir sofort klar, dass ich in Devonport den perfekten Ort für meine Trauung gefunden hatte. Noch heute hängen die damals entstandenen, tollen Hochzeitsfotos, mit dem fantastischen Ausblick von North Head auf die in der Ferne gelegenen Rangitoto Insel, an unserer Wand. Jahre später, auf einer Neuseelandreise, haben wir unsere Kinder mit nach Devonport genommen und ihnen diese wunderbare Gegend gezeigt. Im Park an der Waterfront haben wir eine Portion frische Fish ´n Chips gegessen und unsere Kinder auf den Schaukeln und Rutschen spielen lassen. Danach gab es für die Kinder noch ein köstliches Hokey Pokey Eis und für die Eltern ein schönes Glas Sauvignon Blanc. Einfach himmlisch!

Der Anlegeplatz in Devenport war damals ein eher unscheinbarer und nicht besonders schöner Ort. Es gab dort nichts, wofür es sich gelohnt hätte zu Verweilen. Man lief dort entlang, wenn man auf dem Weg zum Boot oder in die Stadt war. Aber das hat sich jetzt geändert! Endlich hat jemand das Potenzial dieses netten Ortes gesehen und dort ein schönes Restaurant mit Kiosk eröffnet: Das Devon on the Wharf. Seit dem 25. August 2016 gibt es hier Coffee to go und frisch gepresste Säfte zum Mitnehmen, oder auch Lunchpakete für diejenigen, die z.B. ein Picknick im Freien machen wollen. Das Restaurant bietet Frühstück ( z.B. Blueberry Pancakes oder getrüffelte Rühreier auf einem türkischen Bagel), Mittagessen und Abendessen. Die Küche orientiert sich in Richtung mediterrane Speisen und hat unter anderem Souvlakis und türkische Spezialitäten im Angebot. Außerdem gibt es eine nette Bar, von wo aus man durch die Fenster einen
guten Ausblick auf die Auckland Skyline hat, während man sein Feierabend-Bier genießt.

Das Devon on the Wharf sollte man auf alle Fälle auf seine Liste setzen, wenn man Neuseeland bereist und in der Auckland Gegend ist. Von Downtown Auckland ist es nur eine kurze Strecke mit der Fähre, so dass sich ein kleiner Ausflug, zu einem schönen Abendessen direkt am Wasser, auf jeden Fall lohnt.

Mehr Infos über dieses tolle neue Restaurant gibt es hier: http://devononthewharf.nz

Hier gibt es ein paar Rezensionen aus lokalen Medien: The Denizen and Urban List.

Golden Bay

Viele Besucher der Nelson Region planen einen Besuch der Golden Bay, am nördlichsten Ende der Südinsel von Neuseeland, erst gar nicht ein. Dabei ist es ein so lohnenswertes Reiseziel! (Vor allem wenn man die typischen Touristenziele ein wenig hinter sich lassen möchte) Der Highway 60 führt über den Takaka Hill, und bietet schon auf der Fahrt dorthin besonders beeindruckende Aussichtspunkte auf die Ebenen der Nelson Region.

Zwischendurch habe ich an der Te Waikoropupu Springs Quelle, etwa eineinhalb Stunden nördlich von Motueka, halt gemacht. Dort gibt es einen tollen Busch-Wanderweg zu einer der größten Quellen Neuseelands. Das Wasser der „Pupu“ Quelle, wie sie oft von den Einheimischen genannt wird, ist heilig für die Maori und gehört zu den klarsten Gewässern der Erde. Obwohl man in dem Wasser nicht schwimmen, oder es auch nur berühren darf, ist die Quelle ein wunderbarer Ort zum entspannen und Beine ausstrecken.

Von Te Waikoropupu aus ist es nur noch eine kurze Fahrt bis nach Collingwood, wo mich meine nächste Unterkunft, das Zatori, erwartete. Das Zatori liegt auf einem Hügel, mit Aussicht auf die Flussmündung und den Ort Collingwood, auf halbem Wege zwischen der Gemeinde Takaka und der Farewell Spit (Farewell Landzunge). Diese Unterkunft ist ein wunderbarer Rückzugsort und liegt auf einem privaten Grundstück mit tollem Blick auf die Aorere River Flussmündung, die Berge des Kahurangi Nationalparks und den Ozean in der Ferne. Es gibt Paddle Boards, Kajaks, und Fahrräder zum ausleihen, damit man die Gegend erkunden kann, ohne wieder ins Auto steigen zu müssen. Da ich eine Stunde früher als erwartet ankam, war mein Zimmer noch nicht ganz fertig. Um die Wartezeit zu überbrücken, brachte mir die freundliche Inhaberin, Tracey eine Kanne Tee. So habe ich eine gute Weile auf dem Deck gesessen und den Ausblick genossen, und mir fast schon gewünscht, noch bis zum Abend so sitzen bleiben zu können. Mein Zimmer war wunderschön, mit riesigen Schiebetüren, die auf das Deck hinausführten und den Blick auf die umliegenden Gärten und das Meer freigaben – einfach ein wunderbarer Ort!

Im Courthouse Cafe in Collingwood habe ich anschließend sehr gut zu Mittag gegessen, und mich danach auf den Weg gemacht, um Cape Farewell und Farewell Spit zu erkunden.

Das Farewell Spit liegt am nördlichsten Ende der Südinsel und ist die längste Sand-Landzunge Neuseelands (35km) und zugleich ein international bekanntes Vogelreservat mit mehr als 90 verschiedenen Arten. Jeden Frühling kommen tausende Watvögel aus dem Norden und lassen sich hier nieder. Außerdem gibt es zahlreiche andere Arten, wie z.B. schwarze Schwäne, Tölpel, Brachvögel, Regenbrachvögel und viele mehr, die sich hier wohl fühlen. Auch Pinguine brüten hier.

Der Wharariki Strand ist unglaublich schön. Die tosenden Wellen, die riesigen Klippen und Sanddünen sind einfach umwerfend. Die Höhlen, Inseln und Steinbögen von Wharariki Beach gehören zu den schönsten des Landes und sind sehr beeindruckend. Seehunde finden hier optimale Bedingungen um ihren Nachwuchs zu bekommen und aufzuziehen. Es gibt einen Reitstall in der Nähe, der geführte Ausritte entlang des Strandes anbietet und dafür eine besondere Erlaubnis vom Department of Conservation erhalten hat – eine ganz besondere Art, diese wunderbare Gegend zu entdecken.

Es gibt es zahlreiche, tolle Wanderungen, die man hier in der Gegend machen kann. Sie haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und führen durch üppiges Farmland mit atemberaubenden Ausblicken auf das Meer und die raue Küste. Es ist ratsam, bequeme Lauf- oder Trekkingschuhe dabei zu haben. Man kann z.B. in drei Stunden vom Wharariki Strand aus bis nach Cape Farewell laufen. Teilweise führt der Wanderweg am Strand entlang, der allerdings bei Flut unter Wasser steht. Man sollte also sicher gehen, dass man zur richtigen Zeit losläuft. Wenn man dann einen kleinen Bach überquert und über Farmland und an den Klippen, von denen aus man eine wunderbare Aussicht hat, vorbeigelaufen ist, kommt man am Ende in Cape Farewell an.

Cape Farewell ist der nördlichste Punkt der Südinsel und befindet sich westlich der Farewell Spit Landzunge. Der niederländische Seefahrer Abel Tasman entdeckte damals als erster Europäer das Kap, welches seinen Namen aber erst vom britischen Entdecker James Cook in 1770 bekommen hat. Es war das letzte Stück Festland, welches er und seine Crew zu sehen bekamen, bevor sie daraufhin mit ihrem Schiff die lange Heimreise antraten. Da das Kap etwas abseits liegt, gehört es zu den eher wenig besuchten Kaps des Landes. Der hier beginnende Clifftop-Walk (ein dreistündiger Wanderweg entlang der östlichen Küste des Kaps) verbindet diese Gegend mit dem Anfang des Farewell Spit.

Ein weiteres, interessantes Ausflugsziel in der Golden Bay Region ist Takaka. Der Ort liegt am südöstlichen Ende von Golden Bay und ist unter anderem Heimat von Aussteigern und Künstlern, die sich hier niedergelassen haben und dem Ort eine Menge Charakter verleihen. Es gibt ein kleines Museum, ein Kino, und zahlreiche Läden und Cafés. Wenn man eine Wanderung durch den Kahurangi Nationalpark machen möchte, ist dies der perfekte Ausgangspunkt. Direkt außerhalb von Takaka, am Tata Beach, liegt der Kajakverleih „Golden Bay Kayaks“. Hier kann man sich für einen halben oder ganzen Tag ein Kajak ausleihen und den Abel Tasman Nationalpark erkunden.

An diesem Abend habe ich im Zatori ein exzellentes 3-Gänge-Abendessen bekommen. Passend dazu gab es köstliche, lokale Weine, die Tracey mir zu meinem Essen empfohlen hatte. Die Atmosphäre in der stylischen Lounge, mit Kaminfeuer und den freundlichen Einheimischen, war perfekt um diesen Tag so richtig gemütlich ausklingen zu lassen. Ein wunderbarer Abschluss eines wunderbaren Wochenendes in Golden Bay.

Ein Wochenende in Nelson

Letzten Monat habe ich ein wunderschönes Wochenende in Nelson, Neuseeland verbracht. Nach meiner Landung auf dem kleinen Flughafen, bin ich aus dem Flugzeug gestiegen und habe erst einmal meinen Blick über die umliegenden Berge und den weiten Himmel schweifen lassen. Sofort habe ich gespürt, dass ich an einem ganz besonderen Ort angekommen war. Nachdem ich mein Mietauto bei Hardy Rental Cars abgeholt hatte (guter und freundlicher Service) bin ich in den Ort gefahren um den Nelson Market zu besuchen, der dort an jedem Samstagmorgen stattfindet. Es war ein sonniger, klarer Herbsttag und ich habe mich entspannt durch die Marktstände treiben lassen, um mir die verschiedenen Dinge anzuschauen, die dort angeboten wurden. Es gab Gemüse- und Obststände, Kaffeestände, Kunsthandwerksstände und Stände mit frisch zubereiteten Speisen, die sehr verlockend rochen.

 

Am Nachmittag habe ich das World of Wearable Art Museum besucht und war davon wesentlich beeindruckter, als ich gedacht hätte. Die ausgestellten Kostüme sind wunderschön und mit unglaublicher Handfertigkeit und Geschick hergestellt worden. Viele der Exponate haben schon Preise in der World of Wearable Art Awards Show gewonnen, die jedes Jahr im September in Wellington stattfindet. Außerdem gibt es hier eine riesige Oldtimer Ausstellung, mit tollen Autos in extrem gutem Zustand. Man kann hier locker ein paar Stunden verbringen, ohne daß Langeweile aufkommt!

Am nächsten Morgen habe ich ein paar Weingüter in der Nelson Gegend besucht. Das milde Klima und die vielen Sonnenstunden sorgen dafür, dass hier exzellenter Wein produziert wird. Mitte der 1800er Jahre haben deutsche Siedler hier die ersten Reben angebaut und noch heute wird diese Tradition weitergeführt. Einige der Weingüter betreiben neben den Weinprobe-Angeboten auch nette Cafés, in denen man eine Kleinigkeit zu essen bekommen kann, während man die verschiedenen Weine probiert. Da die Wein Region hier recht überschaubar ist, kann man mehrere Weingüter in relativ kurzer Zeit besuchen.

Nach meiner Tour durch die Weingüter habe ich mich in das Jellyfish Cafe am Mapua Kai gesetzt, um ein spätes Mittagessen zu mir zu nehmen – was für ein wunderbarer Ort. Ich habe mich für die leckeren, gegrillten Calamari mit Salat und Kumara Chips entschieden und dazu ein Glas des Nelson Sauvignon Blanc getrunken. Von meinem Platz aus konnte ich die Waimea Flussmündung sehen, den vorbeifliegenden Möven zuhören und die wunderbare Seeluft genießen. Ich hätte hier den ganzen Nachmittag einfach so sitzen bleiben können, aber entschloss mich, doch noch etwas zu unternehmen.

Nach meinem späten Lunch bin ich zu Wheelie Fantastic gelaufen, einem Fahrradverleih direkt am Mapua Kai, und habe eine kleine Fahrradtour entlang des Tasman’s Great Taste Trail gemacht. Nicky McBride, die Inhaberin von Wheelie Fantastic und ihr Team, bieten die Möglichkeit an, sich mit dem Fahhrrad zu einer beliebigen Stelle am Trail fahren zu lassen, je nachdem wie lange man fahren möchte, oder wie anspruchsvoll die Fahrradtour sein soll. Da ich mich so kurz nach meinem Lunch, und dem guten Wein, nicht verausgaben wollte, entschied ich mich jedoch für eine relativ flache Tour ohne große Steigungen. Man hat die Wahl, die Tour entweder mit einem Guide zu unternehmen, oder alleine zu fahren. Ich wurde von Nicky begleitet. Sie hat die Räder auf ihren Truck geladen und uns bis zur Fahrradstrecke gebracht. Unterwegs auf der Tour haben wir an verschiedenen, schönen Orten Rast gemacht. (Jester House z.B. sah sehr einladend aus!) Die Radstrecke ist eigentlich für jeden geeignet. Für den ambitionierten Radfahrer genauso gut, wie für den gemütlichen Fahrer, der ja noch sein Mittagessen und ein Gläschen Wein verdauen muß!

(Ein weiterer schöner Ausflug vom Mapua Wharf aus ist eine Fahrt mit der Fähre nach Rabbit Island. Dort kann man entweder spazieren gehen, oder mit dem Fahrrad eine schöne Runde drehen.) Die Rabbit Island (auf deutsch „Kanincheninsel“), befindet sich im südlichsten Teil der Tasman Bay, an der Nordseite der Südinsel. Die lange, schmale Insel erstreckt sich über eine Länge von 8 km in Ost-West-Richtung und ist 15 km² groß. Sie liegt gegenüber der Mündung des Waimea Rivers, sieben Kilometer westlich von Richmond.

 

Go the All Blacks!!

Einige Kunden haben mir in letzter Zeit berichtet, dass Sie die Spiele der neuseeländischen „All Blacks“ Rugby Mannschaft, während der Weltmeisterschaft in England, mit großem Interesse verfolgt haben. Ich kann absolut verstehen, daß man bei solch einem tollen Team selbst als „Non-Kiwi“ zum überzeugten Rugbyfan werden kann! Sie waren einfach wahnsinnig gut! Schon die furchteinflößenden Haka-Tänze am Anfang der Spiele, haben die Gegner erfolgreich eingeschüchtert und die Fans beeindruckt. Die Mannschaft hat es wieder einmal geschafft, durch Ihre überragende Leistung, ihren Mut und Ihre Willenskraft zu überzeugen und den Sieg nach Hause zu bringen. Es gibt ein super Video auf der Rugby Weltmeisterschaft Webseite, welches ein paar der besten Momente der Spiele zusammenfasst: Unrivalled Brilliance: New Zealand’s Golden RWC Moments

Die All Blacks haben Geschichte geschrieben, und sind das einzige Rugby Team der Welt, das es geschafft hat, ihren WM-Titel zu verteidigen, indem sie zweimal hintereinander den Titel geholt haben – einmal in 2011 und jetzt in 2015. Für ein kleines Land von gerade mal viereinhalb Millionen Einwohner ist das eine grandiose Leistung. „Go New Zealand! Go the All Blacks!!!“

Stewart Island – ein echtes Abenteuer

Im Januar 2014 haben wir 3 Nächte und 4 Tage auf Steward Island verbracht. Viele Neuseeländer haben diese Insel noch nie besucht, aber wir wussten sofort, dass wir dort hinwollten – wir hatten so viel Wunderbares gehört vom tollen kristallklaren Wasser und der umwerfenden Flora und Fauna. Steward Island ist noch mal ganz anders als die Nord- oder die Südinsel, und man kommt sich vor, als ob dort die Zeit stehengeblieben wäre: Die Natur ist unberührt, pre-historisch und einfach wunderschön. Ein Paradies für Naturliebhaber, welches ich als ein unvergessliches, einmaliges Erlebnis nur empfehlen kann.

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Coatesville und mehr…

Der Ort Coatesville wurde in 2011 bekannt, als der dort lebende Internetunternehmer Kim Dotcom nach einer polizeilichen Durchsuchung seiner „Dotcom Mansion“, die Schlagzeilen der Zeitungen dominierte. Auch heute noch sind die Auffahrt zur Villa, und die lebensgroßen afrikanischen Tierskulpturen auf dem Hügel dahinter, ein beliebtes Fotomotiv. Aber natürlich hat Coatesville viel mehr als das zu bieten. Der Ort befindet sich etwa 10 Minuten nördlich von Albany, einem rasant wachsenden Vorort von Auckland und als Shopping-Mecca bekannt (große Einkaufszentren eher als kleine Boutiquen).

Hier ein paar Tipps für einen Tagesausflug nach Coatesville:

Beginnen Sie mit einem entspannten Frühstück oder Brunch entweder im Fernielea Café oder im Black Cottage Café, welche beide nebeneinander am Coatesville Riverhead Highway liegen. Beide Cafés bieten ausgezeichnetes Essen und sind bekannt für ihren guten Service. Das Fernielea ist besonders bei Familien mit Kindern sehr beliebt, da die Kleinen sich im Garten auf dem Spielplatz, dem Trampolin und im Sandkasten vergnügen können.

Einmal im Monat (immer am ersten Sonntag im Monat von 10-14 Uhr, außer im Januar) findet in Coatesville der Sonntagsmarkt statt, und es lohnt sich definitiv, Ihren Besuch um dieses Ereignis herum zu planen. Obwohl es sich nicht um einen traditionellen Bauernmarkt handelt, gibt es dort zahlreiche tolle Lebensmittelstände, Kunsthandwerk und Secondhand Schätze zu finden. Nehmen Sie sich Zeit für einen Kaffee, und genießen Sie einen ausgiebigen Bummel über diesen wunderschönen Markt.

 

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Neuseeland im Winter

Seit 13 Jahren lebe ich in jetzt schon in Deutschland und bisher habe ich es erfolgreich vermieden können, während des neuseeländischen Winters nach Hause zu fliegen. Seit wir zwei Kinder in der Schule haben, ist es allerdings deutlich schwieriger geworden, während des neuseeländischen Sommers dorthin zu fliegen. Das Reisen während unserer Weihnachtszeit ist relativ teuer und die Schulferien im Herbst und Frühjahr sind einfach nicht lang genug für eine solche Reise.

Letztes Jahr haben wir es dann einfach gewagt: Wir sind während unserer Sommerferien nach Hause geflogen, ins winterliche Neuseeland. Mein Mann hatte zu Anfang seine Zweifel. Er sah uns schon mit dicken Regenjacken und Pullis in Neuseeland frieren, während zu Hause in Deutschland alle den schönen, heißen Sommer genießen würden (der Sommer in Deutschland ist allerdings auch nicht gerade zuverlässig!). Auf der anderen Seite wussten wir, dass wir endlich mal genug Zeit haben würden, für unsere Freunde und Familie – ganze sechs Wochen hatten die Kinder Ferien – und dass die Flüge um diese Jahreszeit viel günstiger sein würden.

Als wir Anfang Juli in Auckland ankamen, war es erstaunlicherweise nur 2 Grad kälter als bei Abflug in Deutschland. Die Sonne schien, der Himmel war herrlich blau und unser winterliche Sommerurlaub konnte beginnen! Wir haben 5 Wochen in Neuseeland verbracht und hatten zum größten Teil wunderschönes Wetter mit viel Sonne. Ich kann mich eigentlich nur an zwei oder drei Tage erinnern, an denen es etwas ungemütlich war. Die mitgebrachten Kinderregenhosen und Gummistiefel kamen also gar nicht zum Einsatz. Trotz der kühlen Jahreszeit haben wir sehr viel Zeit am Strand verbracht – die Kinder sind sogar ins Wasser gegangen, was für mich allerdings nicht in Frage kam, weil ich es dann doch ein wenig zu kalt fand. Wir haben also trotz des Winters in Neuseeland einen unserer schönsten Familienurlaube überhaupt erlebt. Eine absolut lohnende Alternative!

 

Ein Beitrag von Megan Schrader